Rage against Abschiebung

Unsere Empfehlung für den Abend des 2. Oktober, im Anschluss an die Tanzdemo:
Das antirassistische Solifestival „rage against Abschiebung“ im Feierwerk geht in die 11. Runde.
In Hansa 39 und der Kranhalle locken NEONSCHWARZ (HipHop | Hamburg), MICROPHONE MAFIA (HipHop | Köln), MAL ÉLEVÉ (Reggea, Ska, Dub, Dancehall | Heidelberg), CAPTAIN CAPA (E-Punk | Bad Frankenhausen), TUBBE (Elektronika | München) u.v.m.
Auf dem Freigelände gibt’s die „fiese Wiesn“ und einen Nachtbiergarten.
Alle Infos, Hörproben etc.:
Das Festival ist nach der Vorabend-Demo rechtzeitig zu erreichen.

rave without borders

Aufruf zur antinationalen Tanzdemo gegen die Einheitsfeierlichkeiten 2012 in München am 2. Oktober um 17 Uhr, Sendlinger Tor :

Wehende Fahnenmeere, Ausgelassenheit in schwarz-rot-gold auf Partymeilen, fallende Mauern, guter Fußball – seit einigen Jahren gilt in diesem Land wieder: Deutschland ist geil! Und am „Tag der Deutschen Einheit“ können diese Deutschen sich kräftig selbst feiern. Gefeiert werden aber nicht ihre Wünsche und Bedürfnisse. Gefeiert wird auch nicht der Spaß und das Vergnügen, werden nicht die schönen Dinge, die ihr Leben lebenswert machen – gefeiert wird eine Idee.
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Antifa-Café

Am 3. Ok­to­ber finden unter dem Motto „gemeinsam feiern im Freistaat Bayern“ die Fei­er­lich­kei­ten zum 22. Jah­res­tag der „Wie­der­ver­ei­ni­gung“ statt. Zwischen Feldherrenhalle und Siegestor wird sich Deutschland ganz und gar unbeschwert auf einer gigantischen Fanmeile abfeiern lassen. Weil manch einer und manch einem bei Deutschland nicht so recht zum Feiern zumute ist, wird es an diesem Tag eine anti-nationalistische Demonstration geben.

In dem Vortrag soll es um die deutsche Geschichtspolitik, Nationalismus in all seinen Ausformungen und den ganz normalen Wahnsinn des deutschen Alltags gehen.

Außerdem gibt’s Infos zur Demonstration am 3. Oktober und den Veranstaltungen im Vorfeld.

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06.09.12, 20.00 Uhr, Kafe Marat (Thalkirchnerstraße 102)

AUFRUF DES AKA_MUC

Kein Grund zu feiern! – Jede Deutschland-Party ist eine schlechte Party!

Zur falschen Zeit am rechten Platz?

Am 3. Oktober finden in München die Feierlichkeiten zum 22. Jahrestag der „Wiedervereinigung“ statt. Zwischen Feldherrnhalle und Siegestor lädt die Stadt München zu einer Art Volksfest ein. In der Belanglosigkeit zwischen „Sexy Anhalt“ und beispielsweise einer Brotsortenverköstigung feiert sich Deutschland vollkommen geschichtsvergessen selbst.

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„Voller Entsetzen, aber nicht verzweifelt“

Robert Stadlober liest und spielt Mihail Sebastians Tagebücher 1935-1944

Die erst vor we­ni­gen Jah­ren ver­öf­fent­lich­ten Ta­ge­bü­cher von Mi­hail Se­bas­ti­an er­hiel­ten be­geis­ter­te Kri­ti­ken u.a. von Phi­lip Roth, Ar­thur Mil­ler und Clau­de Lanz­mann. Ro­bert Sta­del­o­ber, Tho­mas Eber­mann und Bert­hold Brun­ner haben eine sze­ni­sche Le­sung aus den Ta­ge­bü­chern er­stellt. Se­bas­ti­an schil­dert ein­drucks­voll die po­li­ti­schen Ver­hält­nis­se der 30er und 40er Jahre in Ru­mä­ni­en. Als Li­te­ra­tur­kri­ti­ker, Autor und Über­set­zer in der Künst­le­rIn­nen­sze­ne von Bu­ka­rest er­lebt er die Zu­spit­zung der an­ti­se­mi­ti­schen Pro­pa­gan­da und den Ter­ror der fa­schis­ti­schen „Ei­ser­nen Garde“. Ei­ni­ge sei­ner engen Freun­dIn­nen wer­den zu über­zeug­ten An­hän­ge­rIn­nen des Fa­schis­mus.

Mi­hail Se­bas­ti­an be­schreibt die sich stei­gern­den an­ti­se­mi­ti­schen Maß­nah­men der Re­gie­rung des Mar­schalls An­to­ne­scu mi­nu­ti­ös, von der Er­hö­hung der Mie­ten für Jü­din­nen und Juden und der Be­schlag­nah­me sei­ner ge­lieb­ten Ski und des Ra­dio­ge­räts, bis zu den Raz­zi­en und De­por­ta­tio­nen. Die Ta­ge­bü­cher bie­ten einen Blick in den All­tag aus Dis­kri­mi­nie­rung und Furcht, aber auch in Mo­men­te der Hoff­nung und li­te­ra­ri­scher Lei­den­schaft.

Stim­men zu den Ta­ge­bü­chern von Mi­hail Se­bas­ti­an:

„Wie in allen gro­ßen Wer­ken der Li­te­ra­tur er­zeugt Se­bas­ti­ans Ta­ge­buch eine ei­ge­ne Ak­tua­li­tät. Es heute, mehr als ein hal­bes Jahr­hun­dert nach sei­ner Ent­ste­hung, zu ent­de­cken und zu lesen, ist ein er­schüt­tern­des und über­wäl­ti­gen­des Er­leb­nis.“ Clau­de Lanz­mann

„Die­ses Ta­ge­buch ver­dient es, neben das von Anne Frank ge­stellt zu wer­den und ge­nau­so viele Leser zu fin­den.“ Phi­lip Roth

„Die­ses Buch lebt, es zeugt von einer Seele vol­ler Me­schlich­keit, aber auch von der wach­sen­den Bru­ta­li­tät des letz­ten Jahr­hun­derts, die sich vor Se­bas­ti­ans Augen ent­fal­te­te.“ Ar­thur Mil­ler

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Freitag, 28.09.2012, 20.00 Uhr, Kafe Marat (Thalkirchnerstraße 102)